Förderprojekt Schaufenster

Förderprojekt Schaufenster

Auf Grund der Entwicklungen im Bereich Elektromobilität initiierte im Jahr 2011 die Bundesregierung das Förderprojekt „Schaufenster Elektromobilität“, um Technologien und Konzepte praxisorientiert zu testen und marktgerecht weiterzuentwickeln. Aspekte der Bildung lagen dabei ebenso im Fokus wie neue Ladetechnologien oder der Einsatz von E-Flotten im Wirtschaftsverkehr.

Die Projekte waren an den Schnittstellen von Elektrofahrzeugen, Energiesystemen und Verkehrskonzepte ausgerichtet und ließen sich in fünf exemplarische Schwerpunkte unterteilen: Langstreckenmobilität, Urbane Mobilität, ländliche Mobilität, Internationale Verbindungen sowie Aus- und Weiterbildung.

Eine fundierte Aus-/Weiterbildung ist der Grundstein, um die gesetzten Ziele im Themenfeld Elektromobilität zu erreichen. Sie musste sowohl entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Elektromobilität als auch in allen Ebenen der Bildung analysiert, strukturiert und in verschiedene Konzepte aufbereitet werden. Die Anforderung reichte hierbei von der Schulung des Werkstattpersonals im Umgang mit Starkstromkomponenten über akademisches Wissen bis zur Begeisterung kommender Generationen für das Thema Elektromobilität.

Das Projekt „Schulungen Elektromobilität“ der Innung für Elektro- und Informationstechnik München zielte darauf ab, die inhaltliche Basis für ein entsprechendes modulares Weiterbildungsangebot für die Fachkräfte des Elektrohandwerks zu entwickeln und erstmals zu erproben.

In den Spannungsfeldern „Netz- und Infrastruktursysteme“, „Daten- und übertragungstechnische Anbindung“, „Speicher und Visualisierung“ und „Energiespeicherkonzepte inklusive Systemintegration“ wurden modulare Lehrgänge mit insgesamt ca. 100 Unterrichtseinheiten durch die Innung für Elektro- und Informationstechnik München entwickelt. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Module sowohl über einen Theorie- als auch über einen Praxisteil verfügen und somit einen sehr engen Bezug zu den tatsächlich auf den Markt vorhandenen Industrieprodukten haben.

Anhand von praxisgerechten Anwendungsfällen wurden Lösungen im Privat- und Gewerbebereich aufgezeigt, wie Elektromobilität in die Energiewende miteinbezogen werden kann. Die Lehrgangsteilnehmer an den Lehrgangsmodulen sollen ein umfassendes Wissen zur Integration der Elektromobilität in die Energieversorgungsstruktur von Endkunden und Gewerbebetrieben unter besonderer Würdigung der dezentralen Energiespeicher erhalten.

Nach Fertigstellung der Rahmenpläne und Feinkonzepte aller Module führte die Innung für Elektro- und Informationstechnik München zu den jeweiligen Modulen und Themenkomplexen ausgewählte Erprobungsseminare  durch. Hierbei wurden mit interessierten Teilnehmern die Lerninhalte erprobt und die Inhalte bei Bedarf entsprechend den Teilnehmerrückmeldungen angepasst.

Im Nachgang zu den Erprobungsseminaren wurden Einzelmodule von 12 bis 32 Unterrichtseinheiten mit Zertifikatsabschluss konzipiert und im Juni 2016 fertiggestellt.

Seit Herbst 2016 bietet die Innung für Elektro- und Informationstechnik München ihr modulares Schulungskonzept im Rahmen ihres Seminarwesens an.

 

Projekt „Schulungen Elektromobilität”

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